[ˈaɪ̯nzaːmkaɪ̯t]

Einsamkeit ist für mich eine Schnittstelle.


Jeder Mensch kann mit dem Begriff und dem damit verbundenen Gefühl etwas verbinden. Jeder kennt Einsamkeit, wenn auch jeder für sich selbst anders. Sie ist ein stetiger Begleiter im Leben jedes Einzelnen. Für mich ist Einsamkeit eine Gänsehaut, eine tote Qualle am Strand oder das Universum. Sie fühlt sich kalt an und streift mir über die Füße, wenn ich am Küchentisch sitze. Sie ist heiß und klebrig wie ein Tag mit kaputter Klimaanlage. Sie ist Inspiration und Sehnsucht. Gedichte sind frei in Gestalt, Rhythmus und Interpretation. Gedichte über Einsamkeit wecken Bilder, Gefühle und können als Reiz dienen. Was passiert nun, wenn man der Einsamkeit einen Raum gibt, den Gedichten eine Bühne und dem Leser ein Erlebnis? Mit diesem Gedichtband möchte ich zwölf Gedichten ihren eigenen Raum geben, um gemeinsam mit dem Leser Gestalt anzunehmen. Ich möchte den Leser dazu anhalten sich Zeit zu nehmen, die Gedichte in ihrer individuellen Form zu endecken und zu hinterfragen. Wo der Alltag die Einsamkeit verschweigt oder umschifft möchte ich sie in diesem Buch einfach sein lassen. Jedes Gedicht ist ein Teil meiner Einsamkeit, meines Alltags und meiner Freiheit. Ich lade Sie herzlich dazu ein zu lesen, umzublättern und ein Teil meiner Bühne zu werden. 

Köln  04/2018

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